Hirschsprung – Wo Karlsbad seinen Ursprung nahm

Legende von der Gründung der Stadt

Romantischer Felsenaussichtspunkt, an dem der Legende nach ein Hirsch während der Jagd von Kaiser Karl IV. die Quelle entdeckte

Besuchen Sie einen Ort, der eng mit der Gründung der Kurstadt verbunden ist! Der Legende nach sprang hier während einer Jagd von Kaiser Karl IV. ein verfolgter Hirsch in die Tiefe, wobei sein Sturz eine heiße Quelle freilegte – den heutigen Sprudel. Karl IV. probierte die heilende Wirkung des Wassers selbst aus und ließ die Gegend um die Quelle besiedeln – so entstand Karlsbad.

Legende von der Gründung Karlsbads

Der Überlieferung nach jagte Kaiser Karl IV. um das Jahr 1358 in den dichten Wäldern der Umgebung. Seine Hunde verfolgten einen Hirsch, der in seiner Verzweiflung von einem Felsen in die Tiefe sprang. Ein Hund, der ihm folgte, fiel in ein Becken mit heißem Wasser und heulte vor Schmerz auf. Die Jäger eilten herbei und entdeckten die heiße Quelle, die aus dem Boden sprudelte. Karl IV., der unter Gicht und anderen Beschwerden litt, testete das Wasser und verspürte Erleichterung. Daraufhin ordnete er an, das Gebiet zu besiedeln und die Quellen zu Heilzwecken zu nutzen.

Gämse statt Hirsch

Im Jahr 1851 wollten die Stadträte auf der Aussicht eine Hirschstatue als Erinnerung an die Legende errichten. Doch der eigenwillige Baron August von Lützow setzte durch, dass ein solcher Sprung nur von einer Gämse und nicht von einem Hirsch ausgeführt worden sein konnte. Deshalb ließ er anstelle eines Hirsches eine Gämse aufstellen – sie wurde zu einem Wahrzeichen Karlsbads und ist bis heute ein beliebtes Fotomotiv.

Die Bronzestatue der Gämse steht auf einem Felsvorsprung und wirkt, als würde sie gerade in die Tiefe springen. Die dramatische Komposition fügt sich perfekt in die natürliche Umgebung ein. Die Statue wurde mehrfach restauriert, steht jedoch weiterhin an ihrem ursprünglichen Platz.

Mayers Gloriette

Die vermutlich älteste Aussichtsbau in der Kurstadt ist ein hölzerner Pavillon auf einem Felsen am Hirschsprung direkt über dem Zentrum von Karlsbad. Er wurde im Jahr 1804 von dem aus Karlsbad stammenden Wiener Kaufmann Mayer errichtet und trägt daher den Namen Mayers Gloriette. Von hier aus genießen Sie einen herrlichen Blick auf das Tal der Teplá, die Kolonnaden und das gesamte historische Stadtzentrum.

Aussichten und Atmosphäre

Vom Aussichtspunkt Hirschsprung eröffnet sich Ihnen das gesamte Panorama von Karlsbad. Sie sehen alle wichtigen Kolonnaden, Hotels, die Kirche St. Maria Magdalena, die Sprudelkolonnade mit ihrem Geysir sowie das gesamte Tal der Teplá. Besonders eindrucksvoll ist der Ausblick am Abend, wenn die Stadt im Lichterglanz erstrahlt, oder am Morgen, wenn Nebel aus dem Tal aufsteigt.

Der Ort hat eine romantische Atmosphäre und ist bei Besuchern sehr beliebt, die ein Stück Karlsbader Geschichte und Legende erleben möchten. In der Umgebung verlaufen angenehme Waldwege, die zu weiteren Aussichtspunkten führen oder zurück in die Stadt.

Anreise:

  • Zu Fuß vom Zentrum:Über Waldwege und steinerne Treppen direkt vom Sprudel, Aufstieg ca. 20–30 Minuten
  • Mit der Standseilbahn Diana:Bis zur Zwischenstation „Jelení skok“ fahren und einen kurzen Spaziergang machen
  • Vom Aussichtsturm Diana:Abstieg über den Weg am Sanatorium Myslivna vorbei über Petrova výšina (ca. 1 km)

Fototipp:Ein idealer Ort für romantische Fotos mit Blick auf das Tal der Teplá und das historische Zentrum von Karlsbad. Das beste Licht herrscht am Morgen oder am Abend. Fotografieren Sie sich mit der Gämse – sie gehört zu den bekanntesten Symbolen der Stadt. Im Winter entsteht hier eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre mit verschneiten Bäumen und Blick auf die winterliche Stadt.

Lage: Aussichtspunkt Hirschsprung oberhalb des Zentrums von Karlsbad. Erreichbar zu Fuß aus dem Zentrum, mit der Standseilbahn Diana (Zwischenstation) oder vom Aussichtsturm Diana. Ganzjährig frei zugänglich.