Kaiserbad – Symbol der Kurära

Wo sich der Kaiser behandeln ließ

Ein wiedergeborenes Wahrzeichen der Kurzeit

Begeben Sie sich in ein prachtvolles neorenaissancezeitliches Gebäude, das in seiner Blütezeit das Zentrum der Kurbehandlung in Karlsbad bildete! Das Kaiserbad, seit 1918 als Bad I bekannt, ist ein repräsentativer Kurpalast aus den Jahren 1893–1895, entworfen vom berühmten Wiener Architekturbüro Fellner & Helmer. Dieses nationale Kulturdenkmal wurde zwischen 2019 und 2023 für 1,4 Milliarden Kronen umfassend renoviert und erstrahlt heute wieder in voller Schönheit.

Geschichte und Architektur

Das Gebäude wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei am Ufer des Flusses Teplá im südlichen Teil der Stadt errichtet. Die feierliche Eröffnung fand am 6. Mai 1895 statt, als die Gründungsurkunde verlesen und gemeinsam mit Karlsbader Zeitungen, Karten und zeitgenössischen Münzen in einer Metallkapsel für zukünftige Generationen hinterlegt wurde. Das mehrstöckige Gebäude im pseudorenaissancezeitlichen Stil mit hufeisenförmigem Grundriss erinnert in seiner Form eher an ein Theater. Die reich verzierte Architektur orientiert sich an der französischen Renaissance und verbindet Renaissance- und Barockelemente mit dekorativen Motiven des Jugendstils.

Das Innere des Gebäudes wird vom imposanten Zandersaal geprägt, dessen Wandmalereien bedeutende Besucher der Stadt von der Renaissance bis zum Jahr 1791 darstellen. Im Erdgeschoss befand sich das Kaiserbad, das ursprünglich für Kaiser Franz Joseph I. bestimmt war. Zum Gebäude gehörte auch ein unterirdischer Tunnel zum Moorpavillon. Nach der Einstellung des Kurbetriebs in den 1980er Jahren verfiel das Gebäude, bis es 2008 in den Besitz der Region Karlsbad überging und nach Jahren des Wartens schließlich umfassend renoviert wurde.

Das erwartet Sie:

  • Beeindruckende neorenaissancezeitliche Architektur, die an französische Schlösser erinnert
  • Der Zandersaal mit historischen Wandmalereien und einer Ausstellung zur Geschichte von Karlsbad
  • Das Kaiserbad, ursprünglich für Franz Joseph I. bestimmt
  • Moderner multifunktionaler Saal des Architekten Petr Hájek im überdachten Atrium
  • Namen bedeutender Karlsbader Ärzte über dem Haupteingang
  • Büste von Jean de Carro von Josef Bezděk auf dem Treppenpodest
  • Überdachter Innenhof, umgeben von den ursprünglichen Kurflächen

Besuchstipp: Achten Sie unbedingt auf die Wandmalereien im Zandersaal, darunter Porträts von Maria Theresia, Johann Wolfgang von Goethe und Bohuslav Hasištejnský von Lobkowicz. Beachten Sie auch den neuen multifunktionalen Saal in markantem Rot mit verstellbaren akustischen Paneelen – eine gelungene Verbindung von historischer Architektur und modernem Design. Das Gebäude ist ganzjährig zugänglich und dient heute nicht nur für Kurbehandlungen, sondern auch für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Planen Sie für den Besuch mindestens eine Stunde ein, um die Schönheit der Innenräume und die interessante Ausstellung in Ruhe zu genießen.

Lage: Das Kaiserbad befindet sich in der Mariánskolázeňská-Straße Nr. 306/2 am südlichen Rand des Kurzentrums von Karlsbad, am Ufer des Flusses Teplá in der Nähe der Karl-IV.-Gärten. Vom Sprudel aus erreichen Sie es zu Fuß entlang des Flusses, vorbei am Grandhotel Pupp und durch die Karl-IV.-Gärten – die flache Strecke ist etwa 500 Meter lang und dauert weniger als 10 Minuten. Mit dem Stadtbus Nr. 2 gelangen Sie von der Haltestelle Tržnice zur Haltestelle „Lázně I“ direkt vor dem Gebäude. Zusätzlich verkehrt eine Shuttlelinie Nr. 20 vom Parkplatz KOME (täglich von 9 bis 17 Uhr).